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Travel and lifestyle diary of an Iranian/Swiss couple – oder anders gesagt, im Bus zuhause und der heisst WERNER

Eine Reise in den Iran

Alle Episoden unserer Reise in den Iran sind in Farsi produziert. Es finden sich deshalb ein paar Worte in Deutsch zum Inhalt der Episoden. Die neuste Episode hängt immer oben fest Jede Woche, meistens an einem Montag, laden wir eine neue Episode hoch.

Die Episoden:

040 Ballonfahrt in Kappadokien und in die Schweiz fahren

Wir fahren zwei Tage lang von Van nach diesem Kappadokien. Dort buchen wir zwei Plätze in so einem dieser grossen Ballone und fahren früh am Tag über die Gegend. Diese Ballonfahrerei ist ein grosse Sache hier und wir machen Bilder davon. Dann geht es weiter. Im Film ein kurzer Hüpfer, real vier Wochen. Wir suchen in Griechenland eine Woche lang nach unserer Katze, finden aber den Strand völlig von Tieren verwaist. In Slowenien machen wir eine weitere Woche lang rein gar nichts. Wir hängen auf einem Camping Platz wie die toten Fliegen etwas vor und im Bus rum. So langsam erholt sich meine persische Blume von der Reise und ist grad gar froh nicht dauernd mit irgendjemandem zu parlieren. Dann fahren wir weiter in die Schweiz, bleiben dort einen Tag und setzen uns ab nach Frankreich. Die Geschichte mit den Schergen der Revolutionsgarden ist offenbar noch nicht ganz gegessen. Und in eben diesem Frankreich haben wir zwei Plätze zur Hand, die sind weit weg von allem. Dort lassen wir etwas Zeit verstreichen. Mittleweile hat sich die „Lage“ beruhigt.

Beiträge ab hier: Kappadokien

039 Und ab über die Grenze

Diesmal klappt die Sache mit der Grenze. Von 800 Euro fällt die Strafe für mein Versäumnis mit dem Passage de Douane Ding auf 200 Euro. Der Beitrag mit dieser Sache wäre hier zu finden.

Bevor wir aber die Grenze überqueren machen wir einen kurzen Rückblick über die ganze Reise. Es hat sich elend viel Material auf den Festplatten angesammelt aber irgendwann muss man ein paar Szenen auswählen.

 

038 Zwei mal eine Grenze anfahren tun wir heute

In Tabris schenken uns Mohamd und Mariam eine neue Tischplatte. Er fände die schöner als jene die er uns in Ghom gemacht hätte. Wir besuchen eine kleine Kapelle in den Bergen oben. Als der Staudamm gebaut und anschliessend gefüllt wurde, versank ein ganzes Armenisches Kloster in den Fluten. Die kleine Kapelle haben sie deshalb auf einen schönen Platz hoch verlegt. Bericht hier.

Und wir fahren die paar Kilometer weiter  nach Bazargan, dem Ort an dem die meisten Reisenden einfahren. Wir verabschieden uns von unseren Freunden und fahren mal an die Grenze ran. Hier zu passieren war ein Fehler. Weil das passage de douane Dokument abgelaufen war, wollten die 800 Euro. Ich dachte das sei ein Jahr gültig, ist es aber nicht. Nur solange wie mein Visum, das musste ich ja verlängern lassen, das Zolldokument für den Bus hätte ich ebenfalls verlängern müssen Bericht hier. Also fahren wir an die Grenze bei der wir eingereist sind. Wir werden dort die Sache wohl regeln können. Sind bloss um die 300km schöne Fahrt. Bei Nacht und wie immer auf dem letzten Drücker kommen wir an. Mal sehen wie sich das so entwickelt. Das wird schon irgendwie.

037 Runter an Kaspische Meer und sogar weiter bis Tabris.

Wir verlassen mal diesen netten Pass und rattern runter an die Küste vom Kaspischen Meer, das grad gar nicht salzig ist. Essen bei Hossein guten Fisch und reisen weiter um Mohamad und Mariam zu treffen. Die beiden wollen mit uns bis an die Grenze fahren. Auf dem Weg nach Tabris liegt die Stadt Ardabil. Wir sehen uns kurz in alten Gemäuern um. Uns geht langsam die Zeit aus, etwas ganz neues bei unserer Reise. Getriebeoelwechsel an der Strasse, übernachten im Wald, und schwubs sind wir in Tabris. Es wird Fastenbrechen gefeiert, die Leute sind vergnügt, alles in bester Ordnung heute.

Im Blog ab hier. Wir sehen uns vorne am Strand

 

036 Wasser im Fluss bei Isfahan und ein Lied zum Abschied

Die junge Georgierein Kate spielt das Hang. Hang ist Berndeutsch und bedeutet Hand. Man spielt das Instrument mit der Hand und erfunden haben den schön tönenden Blechkessel zwei Leute aus Bern.

Der Fluss der durch Isfahan fliesst, führt Wasser. Eine Seltenheit das und deshalb sind doch alle hier so fröhlich. Und wir sind weniger fröhlich, wir machen im Film einen Zeitsprung von 2 Monaten und lassen die Geheimdienst Sache elegant aus dem Film purzeln. Wir haben uns von unseren Eltern verabschiedet. Während einer für uns ein Lied singt fahren wir durch Lorestan. Und das war ziemlich traurig.

Die Landschaft ist grün, es ist der Norden der so grün ist. Wir besuchen die Burg Alamut. Aus politischen Gründen können wir die Aerchologin im Film nicht zeigen. Die Ismailiten welche die Burg und weitere in der Umgebung bewohnt haben, sind im offiziellen Iran nicht gern gesehen. Nur so nebenbei, Karim Aga Khan IV, ist der religiöse Führer der 20 Millionen ismailitischen Nizariten. Eine Bewegung die eben hier ihren Ursprung hat. Auf genau dieser Burg. Und diese Geschichte ist spannend. Ein frühes Beispiel von framing und fake news, diesmal verbreitet durch die christliche Geschichtsschreibung.

Beiträge:

In den Fängen der Revolutionsgarden, die Festung Alamut und ans Kaspische Meer

 

035 Im warmen Wasser baden, Shahdad Kalouts erleben und weiter nach Yadz

Die Baderei im Iran ist eine praktische Sache. Überall gegen den Nordwesten findet man heisses Wasser. Also fahren wir hin. Shahdad Kalouts ist eine beliebte Gegend bei den Persern, also fahren wir auch hin. Wir sagen schon wieder auf Wiedersehen. Auf dem Weg nach Yazd fährt man an Bergen vorbei, da hat es sogar noch Schnee liegen. Und Yazd ist die schönste Stadt im Iran. Ganz einfach weil sie so erhalten ist wie sie ursprünglich gebaut wurde.

 

034 Die Wüstenstadt Bam, zwei Mechaniker, Schussfahrt im Sand und Vollblüter

Wir erreichen Bam. Bam ist eine Stadt in der Provinz Kerman im Südosten des Iran mit etwa 80.000 Einwohnern. Am 26. Dezember 2003 um halb sechs in der Früh, wurden die Zitadelle und ein Großteil der Stadt Bam durch ein Erdbeben verwüstet. 70 Prozent der modernen Stadt Bam wurde zerstört. Offiziell starben 30.000 Menschen durch das Erdbeben. Ebenfalls die Zitadelle Arg-e Bam wurde fast vollständig zerstört. Über 2 Jahrtausende wohnte hier die gesamte Bevölkerung der Stadt. Wir besuchen den Gedenktag im grossen Park, am nächsten Tag die Zitadelle und Amir ein Freund von Mohson, vermittelt uns eine Werkstatt in der ich endlich die Achsmanschette tauschen kann.

Anschliessend fahren wir etwas spielen, stecken natürlich im Sand fest und wie immer, Mohson zieht kräftig an, Problem gelöst. Es geht etwas weiter in dieser trockenen Gegend, wir besuchen ein Pferdegestüt. Die Pferde die hier aufwachsen, sind persische Araber. Man kennt die Pferde auch nur als „Perser“ und sie weisen eine länger dokumentierte Zuchtgeschichte auf als die Araberpferde. Die Pferde sind munter, hellwach, frei von Inzucht, äussert gut gebaut und sind ausgesprochen Leistungstark. Die Iraner züchten auf Leistung und nicht auf Show. Mein Fehler Nummer 2 war keinen dieser Hengste zu reiten. Nach Australien wollte ich nie mehr auf ein Pferd hocken, das war ein saudummer Gedankengang.

Mehr von diesen Pferden und weitere Berichte ab hier.

 

033 Musik, Hilferufe, Abschied und tollkühne Fahrer

Die Maulorgel die ich von meinem Vater übernommen habe und in der halben Welt rum schleppe, ist ein geniales Ding. Finden die Kinder auch, also hängen wir im Bus die Tage mit Musik ab. Meine persische Blume und Mahvash mit Hundchen Lilly fahren mit den Müttern und Kindern etwas weg und besuchen einen Picknick Platz.

Es ist ein Hilfeschrei der Frauen was sie erzählen und es herrscht tiefes Mittelalter in Sachen Frauenrechte. Die Aufklärung über die Probleme mit dieser dieser leidigen Heirat unter nahen Verwandten fehlt. Die Geburtenrate von behinderten Kindern ist extrem hoch. Jede Familie davon ist betroffen.

Wir sind ja auch unterwegs für die Leute der Mofit Charity Stiftung, die eben genau wissen möchte wo was zu verbessern wäre. Sie wollen es aus unserer Sicht erfahren. Das tun sich dann auch. Link zu diesem Beitrag hier.

Wir fahren weiter, finden die Schmuggler die wir suchen und das sind ihre Bilder von einigen dieser Fahrten. Mit durfte ich ja nicht. Es gibt zwei Sachen die mich immer wurmen werden, dass ich die Pferde von Scheik Ali nicht geritten bin und eben diese Sache mit den Schmugglern nicht selber erleben durfte.

Weitere Beiträge aus dem Blog ab hier

 

32 Nach innen schauen, im Land und bei sich selber

Zuerst zieht mich Mohsen mit seinem Allrad die letzten Meter den Hügel hoch. Sehr praktisch das, so muss ich nicht mit Anlauf hoch schiessen. Dann geht es weiter. Nach der ersten kleinen Stadt erreichen wir nach viel fahren über flache Landschaften, endlich eine Bergkette. Da wollen wir hin.

Den Ranzen raushängen, hin und wieder ein Foto machen und vor allem rum fragen. Der Grund warum hier dermassen viele Toyota und blaue Pick-up aus heimischer Produktion aufgebockt rumstehen, ist ein einfacher. Bremsen, Fahrwerk und Federn. Sie wechseln die Federn aus, oder verstärken die Chassis, oder biegen die wieder zurecht. Diese Fahrzeuge werden im grenzüberschreitenden Verkehr eingesetzt. Um die 2 Tonnen Diesel laden die schon auf die Pritschen. Das ist hart für diese Fahrzeuge. Und das Gelände ist nicht einfach.

Wir sind auf einen einsamen Pick-up gestossen, an einer Weggabelung im trockenen Fluss geparkt. Und niemand war da. Wir halten an, warten auf Mohsen und Mahvash mit Hundchen Lilly. Plötzlich, und aus allen Richtungen her kommend, waren ganz viele Leute da. Und etwas später wussten wir auch warum. In der Grenzgegend fahren mit dem Ziel irgendwo zu campieren ist an sich nicht heikel. Aber die, die hier wohnen wissen gern wer da ankommt. Man kann weit sehen in diesen Gegenden. Und jemand schaut immer in alle Richtungen. Und das hat seine Gründe.

Und so finden wir ein kleines Paradies. Der eher zufällige Besuch bei dieser grossen Händlerfamilie in den Bergen von Belutschistan hat uns beeindruckt. Eine grosse Zahl an Kindern, farbig, lustig und zu jedem Schabernak bereit, zieht im Bus ein.

Und sogar der Fotodrucker läuft wieder. Wie da die Spinne reingeraten ist, bleibt wohl ihr Geheimnis. Jetzt wird gedruckt bis wir kein Papier mehr haben.

Berichte ab hier: Die Tankstelle ohne Kunden

 

31 Abschied nehmen und etwas Brot backen für unsere Reisefreunde

Der Abschied von den Belutschen fällt uns schwer. Wir fahren runter an die Grenze zu Pakistan, dort schauen wir uns zwei Delfine an, die kurz mal zum Wasser raus hüpfen. Es ist auf den Tag genau 90 Tage her seit wir in Biel abgefahren sind. Das Zielfoto schiessen wir mit ein paar Fischern. Ab jetzt führen uns die Strassen wieder zurück. Den Platz zum übernachten bei Beris finde ich ziemlich schön. Wir, also sie, macht Brot. Und die beiden Leute mit Hund im Landrover begleiten uns auf dem Weg zurück in den Norden. Das wird allerdings noch eine Weile dauern diese Reise. Und wir nehmen mal eine der zahllosen Nebenstrassen unter die Reifen.

Berichte sind ab hier zu finden: Link

 

30 Bei den Belutschen, es ist ziemlich schwierig objektiv zu bleiben

Nahe Tschabahar bauen sie gerade ein neues Touristenhotel. Da machen wir etwas Rast. Fast alle reppen an den Fahrzeugen rum und Asudeh, meine persische Blume, erklärt im Kommentar, diese alten VW Kisten seien in Europa ziemlich gesucht und werden sehr teuer gehandelt. Der T2 von Ali und Mona hätte knapp 2 Mio Km gemacht, der vierte Motor sei drin und überhaupt.

Wir beschliessen bei diesen Mars Bergen etwas länger zu verweilen und fliegen die Drohne in der Gegend rum. Schaut schön speziell aus da. Und werden bekocht. Es ist ein Männer Land. Ebenfalls einen Instagram Spot haben wir damals gedreht, jedoch findet der im TV-Program natürlich keinen Platz. Hier zu finden, im Blog, oder direkt auf YouTube.

Die letzte Etappe an den östlichsten Zipfel grad vor Pakistan liegt vor uns. Auch wenn es nichts zu sehen gäbe, wir fahren runter. Sonst ist die Sache mit dem Iran irgendwie nie fertig.

 

29 Zähneknirschen, kochen und weiter nach Tschahbahar

Zwischendurch bläst es uns ziemlich viel Sand in die fahrende Hütte. Nichts was wirklich stört, deshalb kochen wir was, alle hüpfen in den Bus und wir essen zusammen. Wir brechen auf nach der Fischerhafenstadt Konarak. Bin dort ziemlich erstaunt wie sie die grossen Fischerboote aus Holz mit Polyester einpacken, werden vom Hafenmeister zum Essen eingeladen und fahren die paar Kilometer weiter nach Tschahbahar. Wir sehen uns im Bazar um, schauen uns einen Dokumentarfilm an und fühlen uns grad grossartig wohl in dieser Gegend.

Berichte im Blog ab hier: Roadmovie

 

28 Gas nachfüllen, sonst noch so Zeugs einkaufen und ab nach Belutschistan

Wir sind in Bandar Abbas und brauchen etwas Gas. Gas tanken ist in diesen Gegenden immer spassig. Und sonst noch so ein zwei Sachen brauchen wir, dann huschen wir weiter. Richtung Konarak sagt der Kompass. Und ja, ich mag die Iranerinnen ausserordentlich gut. Die fackeln nie lange rum, sondern haben immer eine Lösung bereit. So wie bei der Pferdespritze. Brauch ich um Fett in die Tripdengelenke zu spritzen.

Wir schlagen ein neues Kapitel auf. Jenes der Belutschen. Hier unten gefällt es uns ausserordenlich gut, ist sonst ja auch überall gut. Aber hier unten ist es irgendwie anders. Weiss nicht genau warum. Viele Iraner im Norden finden die Belutschen fressen Kinder auf, sind gar nicht gute Erdenbürger, das übliche Trala halt. Möglich dass die Belutschen, so wie die Kurden ein Volk auf drei Länder verteilt, etwas offener sind. Sie verstehen sich als Belutschen und das reicht ihnen. Sie sind sich gewöhnt nicht in Teheran zu betteln, weil von da gibt es nichts ausser Stress. Also tun sie ihr eigenes Ding. Und ich bin schon auf die Hasskommentare der Iraner auf dem Instagram Kanal gespannt. Ich halte jede Wette. Lebensfreude ist bei einigen verboten.

Für die paar Kilometer brauchen wir drei Tage. Der Tache hat die 60er Marke kaum je gesehen. Unterwegs treffen wir die muntere Reisegruppe mit den VW Bussen und fahren zusammen weiter.

Für diese Episode hat uns der „Prince of Blochistan Music“, Rostam Mirlashari zwei seiner Songs zur Verfügung gestellt. Und das geht so, ich frag meine persische Blume ob da nicht wer mal was nettes zu bieten hätte, so Zeugs welches man da unten im Radio hören kann. Sie so ja ich kenne einen und ich ruf den mal an und eine Stunde später habe ich einen Kratten voller Songs auf der Festplatte. Hier sein YouTube Kanal. Rostam lebt in Schweden, das hat seine Gründe.

Wir haben schon vorher Künstler aus dem Norden gefragt ob sie was beisteuern wollen, aber die sind noch nicht so weit. Erschwerend kommt hinzu, persönlich mag ich die eher harten und spitzen Klänge vom Norden nicht wirklich.

So oder so, ein wenig Roadmovie, ein wenig Musikvideo in den nächsten paar Minuten,  welcome to Balochistan.

Berichte ab hier: Zufälle gibt’aber

 

27 Wir schauen uns auf Qeshm Island etwas um und verlassen die Insel wieder

Ein guter Steinwurf weg von der Insel liegt noch eine andere, sehr kleine Insel. Wir fahren mit dem Boot da hin und machen einen auf Tourist, was ja sehr einfach ist.  Wir sind Touristen. Sehr angenehm das.

Asudeh findet im Iran seinen so Sachen wie baden gehen für Frauen eine Geschichte für sich und äussert sich diesbezüglich.

Ich sehe weder Delfine noch Haifische rum schwimmen. Dafür löschen die Fischer gegen Abend ihren Fang am Strand, es sind Sardinen, sehr klein sind die mittlerweilen, die gehen in den Export. Natürlich hat es auch Salzberge hier, doch diesmal kann ich mich erfolgreich davor drücken, ich drück zum Ausgleich im Hostel auf dem Laptop die Tasten. Die Schlucht war ein Zufluchtsort für die Inselbewohner wenn Gefahr drohte, sei es damals von den Portugiesen gewesen oder sonst jemandem. Vor 20 Jahren war auf der Insel das Wasser dermassen knapp, die meisten Leute zogen weg. Doch mit Entsalzungsanlagen fliesst das Nass wieder und die Einwohner sind zurück und der Unrat an den Stränden leider auch.

Etwas den Motorschirm Flieger schauen wir noch zu, übernachten gleich nochmals bei denen und schippern wieder auf das Festland. Dort angekommen wechsle ich mal Getriebeöl, Asudeh schabt ein paar geschenkten Fischen die Schuppen ab. So Sachen macht man am besten wenn es einem grad gut passt und direkt an der Strasse geht das auch.

Wir fahren weiter nach Bandar Abbas, suchen Gas und finden zuerst Mariam und Mohammad, die kochen am Strassenrand ruhig Lunch. Ahja und der Düdo, das ein Lizenzbau vom Arbeitspferd von MB. Geile Kiste mit Euro unter Null und ohne Abgastest.

Die nächsten drei Berichte spielen in diesem Zeitraum. Klick. Und die Bericht zeigen auf, nicht alle Erlebnisse haben Platz in den kurzen Filmen.

 

26 Rüber nach Qeshm Island, ein cooler Esel und sonst noch so opskure Sachen sind zu sehen.

Wir bremsen nicht nur für die Polizei, sondern auch für Wüstenschiffe. Dann sagen wir allen tschüss, es werden immer mehr übrigens, und setzen rüber auf die Insel Qeshm. Für die paar Meter Fähre fülle ich wieder ein paar Papiere aus. Die erste Nacht stehen wir an einer Müllhalde, fast alle Strände sehen dort unten so aus. Sofern Häuser in der Nähe stehen. Wir fahren weiter, es ist Familie zu uns unterwegs auf die Insel, wir parken mal neben dem Hotel. Ich reppe diese Achsmanschette etwas und für ein TV-Team füllen wir Wasser auf. Er filmt das wunderbar. Sogar Oel und Wasser check im ab. Es geht weiter auf der Insel und wir besuchen so ein Zar Festival. Vorher aber zeigt uns ein Grautier wie schlau es eigentlich ist.

Bericht:   Drei Esel im gleichen Bild

Bericht:  Hinter verschlossenen Türen

 

25 Schmutzige Wäsche waschen und sonst noch so am Strandleben teilhaben

Die Truppe mit der wir unterwegs sind besteht aus Ali und Mona, das sind die im blauen VW Bussli. Im neueren VW Bus fahren Amir und Bahare, die fahrende Küche mit Schlafgelegenheit wird von Mohamad und Mariam gezogen.

Ali und Mona bieten Wohnmobiltouren an. Das ist quasi ihr Geschäft. Im Moment aber gibt es nichts zu tun für die beiden. Rum fahren und neue Plätze suchen ist deshalb angesagt. Die Iraner sind keine Leute die so Sachen wie einfach mal losfahren praktizieren. Und wenn sie es tun, dann mit möglichst vielen anderen. Deshalb gibt es Guides wie eben Ali und Mona. Ali fährt und Mona kocht.

Die Radler Ehsan und Shima mit Arsalan, dem kleinen Racker mit seinen Quitschschuen, sind auch auf der Strecke. Sie haben ihre Drohne, bez. Mohamad hat sie, wieder gefunden. Im Wasser notgelandet sei das Teil. Und es tut keinen Wank mehr. Am nächsten Tag ziehen sie wieder weiter. Wir werden sie noch einmal kurz „on the road“ treffen. Ihre Mission, mit dem Fahrrad könnt ihr überall hin. Sie geben Vorträge an Schulen und beraten willige Bürgermeister bezüglch Fahrradwege.

Laut Logbuch sind wir fünf Tage hier unten am Strand. Ich finde das ist lang genug, bin ziemlich update mit der Arbeit und wir ziehen auch deshalb weiter. Wir wollen auf die Insel Queshm. Familiensache dort. Die Schwiegereltern kommen runter und wollen uns besuchen. Und alleine? Nö eine ganze Truppe kommt runter. Mindestens acht Personen meldet der Telegraf. Dabei hat meine persische Blume bloss einen Bruder.

Beiträge im Blog, Strandleben, waschen gehen und dem persichen Golf enlang.

 

24 Zwischen der Gastfreundlichkeit der Fischer und der Arroganz der SEPA Offiziere liegen bloss 30 Kilometer

Wir fliegen einmal diese grandiose Filmkulisse ab, bei der wir seit zwei Tagen stehen. Und versteckt baden wir im Golf der Perser. Hier wurden Teile des bisher teuersten Film im Iran gedreht. Die 40 Millionen Produktion aus dem Jahr 2014 zeigt das vorislamische Arabien mit den Augen Mohammeds von der Geburt bis zum Alter von 13 Jahren. Eine gewaltige Sache das. Vittorio Storaro war der Kameramann. Einer der ganz grossen Bildkünstler. Auf YouTube gibt es einen Trailer zu sehen. Link.

Der Fischer vom letzten Übernachtungsplatz hat uns alle eingeladen und ich seh ihm zu wie er seine Fischernetze vorbereitet. Die Ruhe, ihre Freundlichkeit und die Grosszügigkeit dieser Männer und ihrer Familien, beeindrucken mich einmal mehr. Mehr als diese paar Filmszenen kann ich ihnen nicht zurück geben.

Wir fahren weiter, ein arroganter Sepâh Offizier, privat und nicht im Dienst, dängelt uns etwas rum. Ab sofort wissen wir, wir werden in diesem Land nicht mehr ganz alleine fahren. Irgendwie kann der mich mal, es gibt immer einen Weg und wir fahren weiter.

Berichte im Blog: Etwas die Gegend von oben zeigen, bei den Fischern eingeladen,

 

23 Strandleben mit Flötenklang, guter Stimmung und einem munteren Haufen VW Busslis

Die jungen Iraner und Iranerinnen sind auch unterwegs. Nicht in grosser Schar noch, aber jene die unterwegs sind und sei es zu Fuss, mit Fahrräder oder sogar mit alten VW Bussen, diese Leute sind spannend. Und man mag dann schon zuhören was sie so sagen.

Und wie unkompliziert sie auch sind. Die Jungs ganz am Anfang der Episode hatten auch schon ihre Erlebnisse mit den Leute von der Armee und wissen das zu erzählen.

Der Uebernachtungsplatz im ersten Teil der Episode gehört den Fischern, wir dürfen dort stehen und werden die beiden Fischer in der nächsten Episode noch näher kennen lernen. Vorher aber lauschen wir den Flötenklängen und einem Sack voller Töne. Am nächsten Tag fahren wir die paar Meter rüber zu einem anderen Platz. Einee der wohl bekanntesten Filmkulisse des iranischen Filmschaffens liegt dort noch brach. Auch auf diesen Ort gehen wir in der nächsten Episode näher ein. Gegen Nachmittag treffen die Reisenden mit den Volkswagen ein, wir haben uns viel zu erzählen. Diese Leute begleiten uns anschliessend weiter entlang dem Golf der Perser.

 

22 Wir verlassen die Salzberge, fahren weiter an den Golf der Perser runter.

Da wir beabsichtigen etwas länger an den Stränden zu bleiben, kaufen wir ein. Wasser gibt es hier heute nur aus Petflaschen und sogar Motoren- und Getriebeöl steht auf der Liste. Und Lammfleisch natürlich, das ist hier unten wirklich gut. Die Fahrt führt uns entlang grosser Gasfelder. Und bald biegen wir rechts ab, fahren runter an einen Strand mit ein paar Fischerhütten und werfen uns zwischen die Hütten, via Maps gefunden und logisch ist es mitten in der Nacht als Sicherheitskräfte auftauchen um uns zu kontrollieren. Wir laden die ein doch am nächsten Morgen für eine Tasse Tee vorbei zu kommen.

Beiträge dazu: Fischer und Küstenwächter

 

21 Am Strand Fische kochen und in die Salzberge hoch fahren. Wir sind am Golf der Perser angekommen

Beide Tätigkeiten sind absolut grossartig. Ein paar Leute winken uns im letzten Beitrag ja von der Strasse runter und wir essen am Strand zusammen Fisch. Und hocken endlich am Wasser. Das hat ja gedauert das Vorhaben am Wasser hocken.

Bald geht es weiter, Diesel jagen und tanken ist immer auf dem Plan. Wir finden diese Salzberge dann endlich und fahren hoch. Flugwetter möchte ich sagen. Die Drohne ist schnell organisiert und nach vier Flügen haben wir die Sache im Kasten.

Berichte: In der Provinz Busher hier und bei den Salzbergen hier.

 

20 Persepolis, die gigantische PR-Masche

Gut, die Überschrift ist etwas gar krass, oder etwas nicht? Hier in diesem Beitrag gibt es mehr Informationen. Klick zu dieser Anlage.

Nach Besichtigung von diesem Wunderwerk der frühen Zeit fahren wir weiter an die Küste. Und ich konnte es nicht lassen die moderne Errungenschaft von fast heute, kurz anzureissen. Zwischen Verkaufsständen eingeklemmt liegt eine kleine Moschee, dann liefern wir uns ein Rennen mit einem wunderschönen Pickup, beladen mit Teppichen ist er und am Schluss hängt er uns ab. Wir erreichen endlich den Golf der Perser. Werden natürlich gesehen und so bleibt das bis runter an die Grenze zu Pakistan, der mit dem gesehen werden. Es gibt Fisch zu essen.

Und die beiden Jungs, die nach dem Tee kochen, die schreiben uns gestern sie wären jetzt in der Armee. Noch ein gutes Jahr, dann wären sie dort fertig mit dem Dienst.

 

19 Raus aus Teheran und auf nach Pasargadae

Nach Teheran sind wir völlig fucked up. Deshalb fahren wir in eine etwas weniger bewohnte Gegend um ein paar gesunde Schnaufer zu tätigen. Meine persische Blume philosophiert etwas in der Gegend rum, für mich ist die Situation klar. Milch, Käse, Eier und Schockolade sind jetzt nötiger den je.

Bald fahren wir weiter nach Yazd, nächtigen ein paar Tage dort und schaffen es LPG nachzutanken. Siehe Beitrag DAD Hotel und Yadz. Und endlich führt uns die Strasse runter nach Pasargadae hin. Beitrag. Diese Ruinen sind einfach eine Nummer zu gut. Man stelle sich vor als es da noch Volk hatte. Und alles grün drumrum. Boa…

18 Spass im Bazar, Haare schneiden, klare Nächte, Yadz kurz streifen und weiter gehts

Mit einem kleinen Vergleich starten wir diese Episode. Wir im Jura und wir im Bazar zu Teheran. Wir benötigen dies und das und einen solchen Haufen Safran habe ich noch nie gesehen vorher. Meine persische Blume macht Druck, dass ich mir endich die Haare schneiden solle, das mach ich dann und glätte diese wilden Locken auch mal. Meine Blume wartet drei geschlagene Stunden auf das Resultat. Ätsch…

Es gibt dies und das zu tun und viel Familie natürlich und viel essen ist ja auch klar und viele Leute treffen und das alles macht Spass.

Wir schaffen es dann schwer erkältet raus aus dieser grossen Stadt und beiben etwas an guter und frischer Luft mit bloss etwas Sand drumrum stehen. Fahren dann mal weiter nach Yazd um dort im DAD Hotel zu nächtigen. Wir wurden eingeladen vom Besitzerpaar, meine Blume tut da was geschäften mit Ihnen. Bericht hier.

Es zieht mich aber weiter. Vor uns liegen zwei Städte die im Altertum der Nabel der bekannten Welt darstellten. Da will ich hin. Wegen diesen alten Steinen bin ich schlussendlich auch hier.

Die Episode 17 wird etwas später gesendet, die IranerInnen wollen nicht weiter zuwarten. Die wollen uns nun im Land „sehen“. Alle Versuche von unserer Seite ebengerade das raus zu zögern sind fehlgeschlagen.

 

16 Teheran und ein Rückblick aus Bern

Wir fahren über die Grenze und in der Nacht nach diesem Urmia, besorgen uns am nächsten Tag eine SIM Karte, wechseln einen Happen Geld, lösen eine Autoversicherung, kaufen ziemlich viel Salz ein und weiter geht es auf direktem Weg nach Teheran. Auf dem Weg da runter scheit es auch etwas, es ist ziemlich rutschig für einige Autofahrer und wir fahren deshalb langsam. Unterwegs treffen wir auf junge Leute, die kennen meine persische Blume und natürlich kommen sie auf einen Schwatz vorbei. Zweimal übernachten, dann sind wir zuhause bei unseren Eltern. Was für eine Freunde. Tupfgenau ein Jahr später fahren wir nach Bern und lassen die Geschichte da mal etwas Revue passieren. Ich fühlte mich zuhause. Verkehr, Leute, was weiss der Gugger noch, ich kannte das ja. Aber diesmal sind wir mit unserem Haus angekommen. Sackstark finde ich das. Der Bus ist voller kleiner Geschenke die wir zurück gebracht haben und jedes davon hat seine Geschichte.

 

15 Endlich im Iran

Ja da kann Bartli dann schon grinsen. Wir erwachen bei bestem Wetter, tun noch dies und das und bald ist die Strasse offen. Die paar Lanwinenzüge sind geräumt und die Sonne hilft kräftig mit. Dann rauschen wir ab und auf direktem Weg dem Iran entgegen. Die Gegend ist ganz einfach genial und die Leute dort sind es auch. Wir erreichen den Iran etwas spät in der Nacht, aber das ist auch völlig ok so. Etwas mehr Geschreibe wäre im Beitrag Grenzerfahrungen zu finden.

 

14 Kurdische Gastfreundschaft, Schneegestöber, Sonne, Musik und kleine Mechaniker

Sie ist legendär, die Gastfreundschaft der Kurden. Wir fahren dann mal ein paar Kurven weiter und machen einen weiteren Stop im Dorf Roboski. Wirklich kalt ist es nicht, die Strasse ist wieder geschlossen, also machen wir etwas Dorfbesichtigung und im grossen gelben Haus, links von der N400, übernachten wir bei Rahschan und Tanner. Am nächsten Tag geht es wieder ein paar Kilometer weiter. Bis die Strasse über den letzten Pass offen ist, wird es sicher morgen. Auch übemorgen wäre passend. Nächste Woche irgendwie auch.

In diesen Beiträgen beschrieben:

es hat gescheit in der Nacht
das Heu auf der gleichen Bühne
eine besondere Begegnung

 

13 Der syrischen Grenze entlang

Wir fahren also mal dieser syrischen Grenze entlang. Die Strassenkontrollen werden etwas häufiger, die türkische Armeepräsenz steigt auch etwas an, so wie auch die Strasse hoch in die Berge, gleich nach der Stadt Cizre. Beschrieben hier im Bericht. Link.

Unweigerlich werden wir in etwas Schnee geraten, finden das aber durchaus in Ordnung, ist ja Winter. Einen Sandsturm zu erwarten wäre eher unzutreffend. Zeit ist ein kostbares Gut, aber genau das haben wir. Und im Nachgang betrachtet fällt mir auf, braucht der Bus eine Innenreinigung, tun wir das gerade dort machen wo man eigentlich schleunigst durchfahren sollte. Und etwas essen tun wir auch dort. Es war ein ruhiger Platz. Deshalb haben wir angehalten. Nichts zu befürchten.

Und zu glauben die Kurden würden uns einfach so campen lassen war ein Irrtum. Direkt neben dem Haus und zusammen essen. Schlafen konnten wir dann doch noch im Bus. Aber dieses Vorhaben hat einiges an Überzeugungsarbeit gekostet. Es ist wichtig zu verstehen dass man hier den Schutz der Dörfer sucht. Die Leute wollen wissen wer da ist und das ist doch voll in Ordnung. Und wir wollen zeigen dass wir das respektieren. Das ist das mindeste.

Und am nächsten Tag sind wir dann etwas stecken geblieben. An einer wunderschönen Stelle übrigens.

12 Olympus und ein Reifenplatzer nach Gaziantep

Wir sehen uns mal dieses Olympus etwas an. Da stehen im Wald doch ganz famose Mauern rum und wer sich fragt was das soll, da stad mal wieder eine grandiose Stadt. Wir fahren weiter, versuchen was einzukaufen, aber die schiere Auswahl ist zuviel und wir werfen uns auf die N400 um Gaziantep zu umfahren. Wir wollen jetzt hoch in die Berge. Ein Reifenplatzer verzögert die Sache um ein paar Stunden, aber mit nigelnagel neuen Pirelli Cargo Reifen hinten, fahren wir wieder. Es sind Sommerreifen, aber das wird schon irgendwie funktionieren. Hier im Blog zufinden und der nachfolgende Beitrag auch grad noch.

11 Auf nach Olympus

Nach unserer Monsternachtfahrt sind wir noch etwas schlapp und bewundern von weit her ein paar Felsengräber. Für mehr reicht es nicht. Wir freuen uns anschliessend an der Fahrerei. Diese ernste Sache ist hier besonders hübsch und kurvig geraten ist. Natürlich schaffen wir es nicht an einem Tag nach Olympus. Also essen wir bei ziemlich Wind und Regen ein paar Hamburger und freuen uns am nächsten Tag über ein paar Hundewelpen die gar süss geraten sind. Bericht im Blog ca. hier. Wir finden dieses neuzeitliche Kifferparadies und wollen der Sache da auf den Grund gehen. Das dann aber in der nächsten Episode.

10 Chässchnitten in Pamukalle , etwas über die Kalksinterterrassen stapfen und eine lange Fahrt durch die Nacht zurück an die Küste, kann man sehen.

Wir finden dieses Pamukalle, machen Käseschnitten mit dem nun wirklich letzten Raclettekäse den wir dabei haben und sehen uns am nächsten Tag diese Kalksinterterrassen an. Es ist die Touristenattraktion hier. Es wird mal etwas Abend, wir finden wir könnten jetzt gerade zurück an die Küste fahren und tun das. Finden einen genialen Fresswagen, essen gut und gehen bald schlafen. Hier im Blog beschrieben.

09 Marmorstrassen in Epfesos, heisse Katzen und ein müder Anlasser

beschäftigen uns in dieser Episode. Siehe Bericht hier. Nachhaltig waren sie, die Baumeister dieser Epochen, zumindest bei uns. Wir sind beeindruckt von dieser Stadt. Asudeh erklärt so kleine Feinheiten  wie jene mit dem Bordel gegenüber der grossen Bibliothek und warum das seinen Grund gehabt hätte. Und es gibt noch vieles über die Lebensweise zu berichten, als halten wir uns ran.

Und diese Sache mit dem Anlasser beschäftig uns auch. Wir lernen Can kennen und er verhilft uns zu einem Autoelektriker der uns nicht über den Tisch zieht. Wir revidieren den Anlasser. Feine Sache das. Neujahr feiern wir irgendwo weg von der Stadt und das geht niemand was an. Can ist uns übriges mit Familie und seinem VW Bus uns besuchen gekommen.

08 Von Troja nach Ephesos

Wir wollen uns natürlich die Mauern von diesem Troja auch ansehen. Das tun wir, etwas Wäsche waschen auch, dann fahren wir weiter. Wir wollen nach Ephesos rüber. Unsere Lichtmaschine geht aber während der Fahrt in einen Bummelstreik über, irgendwie saugt sie die Starterbatterie leer und so beschäftigen wir uns bei Ephesos zuerst mal etwas mit der Elektrik vom Bus. Wir finden oder werden gefunden, durch eine Instagramfreundin meiner persischen Blume. Eigentlich wollen wir weiter fahren, aber etwas stimmt immer noch nicht mit dem Bus. Irgendwo saugt es uns die inzwischen neue Starter Batterie wieder leer. Wir drehen um, wollen uns die Sache nochmals genauer ansehen. Diesmal aber nicht zum Touristenpreis. Deshalb parken wir direkt vor dem Haus von Azadeh.

07 Rüber auf den asiatischen Teil der Türkei fahren und ins neue Museum von Troja reinblinzeln tun wie hier.

Die Sache hier mit der Fähre ist eine kurze und das warten ist unterhaltsam. Unbedingt will meine persische Blume sich ein Brot mit was drin kaufen, ich eher weniger, wir haben wunderbaren Käse aus Griechenland dabei. Immerhin kauft sie sich so einen süssen Käse irgendwas im Sack. Wir fahren weiter und enden in Troja. Der Tag ist gelaufen mit im neuen Museum umschauen. Wir bleiben noch einen Tag länger, wollen wir in der nächsten Episode doch noch die Mauern bewundern.

06 Von Griechenland in die Türkei und weiter nach Gallipoli

Was für ein Katzenjammer. Wir fahren also weiter und übernachten vorne bei einem kleinen Fischerhafen auf der Halbinsel Gelibolu. Wir fragen ob das passt, das übernachten hier, es passt. Die Nacht ist kalt wie schön, irgendwie bläst uns der Wind die Heizung aus, entsprechend kalt wird es im Bus. Wir fahren die paar Kilometer weiter nach Gallipoli, parken bei einer Moschee und suchen einen Telecom Laden.

Im zweiten Anlauf kaufen wir eine türkische SIM Karte. In zehn Minuten ist die schon aktiv. Wir zügeln runter an den Hafen und stehen mal hinter ein paar Fahrzeugen an. Die Fähre rüber auf den asiatischen Teil der Türkei fährt alle paar Augenblicke. Wir schauen uns an diesem geschichtsträchtigen Ort nichts an. Wir wollen doch endlich uns Troja ansehen.

05 Durch Albanien nach Griechenland

Nachdem wir von den Bergen in Montenegro runter finden, stehen wieder einmal  mit dem GPS Teil auf Kriegsfuss, finden über ein paar Hügel doch endlich den Zollübergang rüber zu den Albanern. Und überfahren dort fast noch eine Penntüte. In Albaninen schlafen wir in Strassennähe, weil etwas schöne Landschaft vor uns ausgebreitet liegt.

Das sähe man im Dunkel nicht. Schlussendlich finden wir nach Griechenland. Dort essen wir zur Feier des Tages ein Raclette mit Aussicht auf etwas Schnee. Und ohne weiteres Federlesen fahren bis hoch nach Thessaloniki, dort noch eine Stunde weiter auf einen verlassenen Camping Platz. Dort ist dann schon Nacht.

Am Strand findet uns sofort eine junge Katze und der Katzenjammer beginnt. Wir bleiben etwas länger. Finden aber keinen Veterinär der uns etwas mit dem Datum entgegen schwindelt, so wegen Papieren für die Kleine, zwechs gemeinsamer Weiterreise. Das Leben ist manchmal Scheisse. Die Tiere, Hund und Katzen, werden von Anwohnern gefüttert. Was heisst, auf dem Rückweg fahren wir da vorbei.

Im Blog beschrieben ab hier:
Aus Albanien weg.

04 von Montenegro nach Bosnien 

Wir brechen früh auf um der Sonne entgegen zu fahren. Wasser tanken wir unterwegs in einem der zahlreichen Dörfer und Asudeh erklärt die Sache mit dem neuen Wassertank. Ein paar neue Wörter für mich in Farsi runden das Mittagessen ab. Wir finden eine Strasse die uns über den einen oder andern Hügel führt und die Sonne scheint bis nach Montenegro. An diesem Zoll standen wir schon einmal vor drei oder so Jahren, vermutlich waren es sogar vier Jahre. Damals mussten wir uns ein Visa erkaufen, meine persische Blume hatte den roten Pass noch nicht. Beitrag dazu hier. Montenegro wäre eine Reise für sich wert.

Im Blog beschrieben ab hier:
Durch Albanien bis rüber nach Montenegro.

03 Wir fahren ab

Jedes mal wenn wir im Winter aufbrechen schneit es die Nacht über. Macht nichts. Wir haben in der Werkstatt übernachtet, machen beim ersten Tageslicht Kaffee und fahren ab. In drei Tage fahren wir runter nach Split, bez. auf einen Parkplatz bei Omis. Der Iran rückt nun doch endlich ein ganz wenig näher. Asudeh erklärt so grosso modo ihre ersten Eindrücke endlich abzufahren. Die Nächte sind noch kalt, wir fahren was die Maschine hergibt und sie verpetzt mich in Sachen Karten lesen. Ansonsten tanzen und kochen wir wie fast immer und freuen uns endlich wieder auf der Strasse zu sein.

Im Blog beschrieben ab hier:
Durch Italien , der Adria entlang, wir fahren nach Split.

02 Die Arbeit

Wir stellen unseren alten Fiat Bus vor. Viele IranerInnen denken der Bus sei vom Himmel runter gefallen und nun fahren und wohnen wir in der Gegend rum.

Dem ist nicht so. Wir verkaufen unseren MB Kombi, kaufen den Fiat in Bern, mieten eine löchrige Halle und fangen an den Bus zu restaurieren. Asudeh baut zeitgleich ihren Instagram Kanal nun doch seriös auf und so langsam entsteht „Asuhsworld“. Der Bus wird zur Filmkulisse, Arbeitsgerät, Wohnstätte und Zentrum von all unseren beruflichen Aktivitäten. Ohne den Bus, geht gar nichts mehr.  Auf neudeutsch sagt man dem jetzt Vanlife. Früher war das die Stufe oberhalb der Obdachlosen oder so. Wie auch immer, unser Bus heisst Werner.

Wir gehören der Gattung Selbermacher an. Vom ersten gemeinsamen Küchentisch in der alten Wohnung bis hin zum Innenausbau vom Bus. Wir haben uns entschieden lieber so Zeugs selber zu machen, als mehr Geld zu verdienen um anschliessend von anderen die Arbeit machen zu lassen. Da wir viel unterwegs sind, vermieten wir unsere Wohnung weiter, wir wohnten bis auf ein paar Wochen im vorletzen Jahr nicht mehr drin. So erleben wir andere Länder im nahen Umfeld der Schweiz und können uns nicht mehr vorstellen in einem Haus zu wohnen. Jetzt sind wir da wo wir hin wollten.

01 Der Anfang:

Nachdem ich Asudeh erfolgreich an einer Rückkehr in den Iran abhalten konnte, musste sie sich hier in Europa zurecht finden. Eigentlich wollte sie bloss ihr einjähriges Praktikum, nötig für den Abschluss der Kunsthochschule in Teheran, hier in der Schweiz absolvieren.

Aber dann hat Amor zugeschlagen. Es war eine Entscheidung von ca. 10 Sekunden von meiner Seite aus, sie brauchte ein paar Minuten länger. Ist auch morgens beim aufstehen so.

Im Film stellt sie die Schweiz den Zuschauern vor und wir müssen uns mit unserem Land nicht verstecken. Und wir heiraten, wir arbeiten wie alle anderen Leute auch und wir reisen, weil ich das schon immer tat, und sie immer wollte, aber nie konnte. Jetzt konnte ich wieder auf Vollgas Reisen umstellen.

Und natürlich muss sie an die Säcke. Es gibt, weder für mich noch für sie, keinen Grund, Arbeiten die das Leben so mit sich bringen,  geschlechterspezifisch zu verteilen. Wir legen unsere Stärken zusammen und das reicht für unser gemeinsames Leben völlig aus.

Ein grantiges Erlebniss war ein Geburtstagsgeschenk an sie. Ich wusste nicht, dass sie dermassen unter Höhenangst leidet. Sie war es sich nicht gewöhnt nein zu sagen, also ist sie die Staumauer runter gesprungen. Das war bloss einer der vielen, kleinen kulturellen Unterschiede die uns im nachhinein zum lachen brachten. Sie erklärt das alles im Film und ich lege ein paar Bilder drunter. Und so beginnt die Serie. Jede Woche eine Episode.

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Mehr Sendungen zum Thema:

Vorgestellt haben wir uns beim Publikum erst kürzlich und anlässlich der Yalda Nacht. Also dem Fest der Wintersonnenwende. Eine Zuseherin hat vorgängig nach meiner neuen Brille gefragt. Hier einmalig zu sehen und fast nie wieder.

Um das alles etwas anzuwärmen, lief der Trailer auf dem Sender rauf und runter.

Der Auftraggeber:

Wir arbeiten für den Exil iranischen TV-Sender Manoto TV. Der Sender mit Sitz in London erreicht via Satellit seine Zuschauer und sendet in Farsi. Das Sendegebiet erstreckt sich von Europa, Nordafrika und dem mittleren Osten bis hin zum Iran, Afghanistan und Taschikistan. Mittlerweilen hat Manoto TV die iranischen Staatssender in Bezug auf Zuschauerzahlen überholt. Für die weiteren Länder verfügt der Sender über ein Streamingportal.

Die kurzen Filme von uns sind reine Unterhaltung. Die Zwischentöne mag jeder selber finden. Und von denen hat es genug.

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