müde,

ist unser Bus. Genannt “Twins Werner”. Wernerli wurde 1986 in Italien zusammen geschweisst, schön mit Farbe angespritzt und ein paar Monate später, von Hymer aufgerüstet, in die Schweiz geliefert.

Nach dem ersten Besitzer wurde er an Tony Vescoli verkauft. Der hat ein paar Sommer mit Werner in Frankreich campiert, hat dort Musik geschrieben und ist meistens Wellen reiten gegangen. Und der Musiker den hier alle kennen, verkauft den Bus dann an die Emil Frey AG. Das sind die mit dem Jaguar Team. Da war Werner auch schon im Einsatz. Als Double für die Fahraufnahmen auf öffentlichen Strassen. Das dann schon mit uns und mit meiner persischen Blume am Volant.

Ein weiteres Paar kauft den Bus, von der Emil Frey AG ab, hat viel Freude dran und fährt den auch viele Jahre, bis er an diese beiden Leute weiter gereicht wird.

Und die beiden verkaufen uns den Hymer 3 Ducato dann mal, nachdem die auch schon weiss der Geier wo hingefahren sind.

Ich habe den ollen Italiener buchstäblich am Telefon schon gekauft, da der Mann am Telefon mir so ziemlich sympatisch war. Die anderen Arschlöcher wollten uns bloss über den Tisch ziehen und uns irgendwelche Ruinen verkaufen.

Die Besichtigung war  genau so wie das lange Gespräch am Telefon und der Bus war sofort und ohne Federlesen gekauft. Wir haben vorher unseren MB Kombi verkauft, so hatten wie wieder etwas Knete in den Händen.

Und jetzt in Frankreich, haben wir die 250er Marke überschritten. Bei etwas Regen und auf dem Weg in die Schweiz.

Und es ist ziemlich was besonderes, so am Volant von einem alten Ducato zu sitzen. Der Motor läuft gut, das Getriebe hört man hin und wieder etwas jammern und vieles ist revidiert worden. Drei Türen noch, dann ist fertig mit dran rum reppen.

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Angefangen haben wir ja mit dem Motor. Der war noch gut im Schuss, aber etwas mehr Schuss konnte der locker vertragen. Also taten wir das richtige und er kann frei atmen.

Und bald brechen wir auf, ins Morgenland. Wird die bisher längste Reise werden. Extra im Winter. Weil es auf der ganzen Strecke schön ruhig ist, auf der Europaseite und auf der Asienseite ist eh immer Betrieb. Einmal das Meer auf der rechten Seite sehen, dann lange auf der linken Seite. Das ist der Plan.

Aber vorher müssen wir in die Schweiz. Boxenstop um dies und das zu ergänzen. So ist das eben, hat man so einen Bus.