und

obwohl es langsam recht frisch in der Werkstatt wurde konnten wir diese Frische mit Mehrarbeit locker kompensieren. Der Radlauf am hintern Kotflügel war ja elend durchgerostet. Das war Fakt. Liebe Freunde des unsäglichen, verdammten Polyester. Vergesst es einfach. Blech auf Blech und Kunsstoffe auf Kunsstoffe. Alles andere gibt bloss Arbeit. Früher oder später. Hier beim Bus, später.

Zuerst mal Film schauen was?

Grossflächig den Mist loswerden. Wenn schon. Im Fall.

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Der Innenkotflügel war ebenfalls ziemlich durch, also musste ich mal ein Negativ machen und einen Streifen Blech zurecht dängeln. Und um den ersten Preis in der Schönheitskonkurenz geht es mir nicht. Mad Max Style. Brutal, solide, fertig. Und fahren.

Die Ecke hinten rechts war ebenfalls im Eimer. Der Bus wurde mal kräftig rückwärts parkiert. Und dann mit irgendwie zurecht  gepappt. Wir wussten das. Hat man ja auch gesehen. Ich brauchte einen halben Tag um all den scharzen Dichtungskrempel der dann vergossen wurde, in dieser Ecke unten, wieder wegzukriegen. Bis grad unter die Hecktüre war der Rost schon gekommen, diese Superecke mussten wir neu aufbauen. Da treffen grad ein paar Bleche aufeinander da hinten, das artet in eine Biegerei aus.

Aber irgendwie, wenn die Bleche so langsam anfangen zu passen, macht die Biegerei dann eigentlich Spass. Und die Schultern werden müde vom draufkopfen.

Mal so grob hinhalten.

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Es ist eine Frage der Ueberlegung, welche Bleche schweisst man zuerst ein. Ich lasse gerne eine Hintertüre offen, so lange es geht. So lässt sich besser Farbe einbringen.

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Die grosse Schiebetüre, ja da hat Giovanni wohl Liebeskummer gehabt und schludrig gearbeitet, am Band in Italien. Was heisst, ein Repblech muss da unten drauf. Die ganze Länge. Und ich hatte keine mehr auf Vorrat. Also mussten die beiden der Einsteigetüren dran glauben. Auch das geht, beim versagen der Lagerhaltung. Auch hier, Punktschweissen. Ich schweisse so groben Krempel nicht stumpf. Zudem, ich kann es zuwenig gut.

Nicht grad viel Plat zum lackieren, aber irgendwie geht es doch immer wieder.

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Beim Radlauf, dort wo er an den Schweller stösst, war auch was. Deshalb schnitt ich den Mist gleich grossartig weg. Und baute das auch wieder auf.

Ich habe leider keine geeigneten Werkzeuge an der Hand. Aber es geht immer irgendwie. Ich biege, die ja weichen Bleche, am Schraubstock, an Holzformen, über Stahlschienen, was grad da ist wird verwendet.

Und die Schweisspunkte schleife ich wieder vom Primer sauber, mit einer kleinen Drahtbürste, so lässt sich dann auch sauber punkten, beim Schweissen.

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Tja und immer schön auf der Innenseite mit sehr dünnem Primer füllen, bzw. dann fluten. Und das dauert eine Woche bis alles durchgehärtet ist. Und ist zuviel drin, springt der Primer auf. Das ist dann ganz übel. Wenn die Sache da hält, kommt Farbe drauf, anschliessend kommt Tectyl ML von Valvoline rein. Mehr Infos hier. Klick me

Natürlich, es gibt ein Vielzahl an Produkten, ich verwende Tectyl schon so lange, kein Grund umzusteigen. Der Trick ist bloss, die Bleche müssen schön warm sein. So fliessen Farben und Wachs überall rein. Und etwas Geduld hilft.

Und irgendwann wird wieder eine Ecke mehr, fertig.

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An der Hecktüre hängt ja der Veloständer. Das ist auch so eine Pleite. Der Ständer hängt recht weit von der Türe weg. Was dann ein entsprechendes “Drehmoment” ausmacht, oben an der Türe, Genau dort wird die nicht entgegen gehalten. Deshalb hat es uns die Türe oben etwas rausgezogen.

Weil wir statt Velos auch Viktoria transportieren. Viktoria heisst die  Holzkiste mit dem Krempel drin, den wir mitnehmen wenn wir wieder ein paar Monate weg sind. Und ist eigentlich bloss um die 30 Kg schwer, also zwei Velo Marke Irgendwas entsprechend.

Wir beschliessen diesen Aufhängepunkt näher an die Türe zu bringen und den Ständer tiefer unten zu befestigen. So zieht es oben weniger raus und unten kann auch der kleine Knirps aus Persien selber mal was aufladen.

Die Türe haben wir mit massiven Eisen gleich verstärkt. Und das Aussen. So dass es jeder sehen kann.

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