die wollten wir,

das heisst ich, schon lange mal besuchen. Also fahren wir hin. Wir müssen eh da runter was filmen gehen, also liegt es auf dem Weg.

Es ist sehr spät als wir ankommen. Wie üblich. Ein paar Wohnmobilisten sind schon da. Wir parken uns mal elegant und ohne viel Lärm zu machen hin. Und schlafen sofort ein.

Bevor die Massen auftauchen, stehe ich früh am morgen auf um ein paar Bilder zu knipsen. Der ganze Grünstreifen war mal ein Standplatz für Wohnmobile. Wunderschön. Hinparken, den Schiffen zusehen und sich am Leben freuen.

Das Kraftwerk. Macht Sinn auch gleich Strom zu erzeugen.

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Vor ein paar Jahren aber, haben sich Fahrende hier mal niedergelassen und ein mordgrosses Chaos angerichtet. Die Toiletten die man ihnen hingestellt hat wurden umgestossen, wohl damit sie besser neben die Wohnwagen scheissen konnten. Unglaubliche Mengen an Unrat haben sie zurückgelassen und sind zum nächsten Platz gezogen. Ein bekanntes Bild. Ist mir komplett schleierhaft was die damit bezwecken. Nicht verwunderlich, dass sich die Gemeinden wehren, diese Wegelagerer zu beherbergen. Und ja ich weiss doch selber, es gibt auch andere Fahrende.

Vermissen tun wir nun diese wunderbaren Standplätze hier.

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Für uns ist nun der wunderbare Streifen so tot wie die kleine Maus es nun auch grad ist.

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Resultat aus der Geschichte war nun ein Graben und ein Haufen grosser Steine die entlang der Strasse platziert wurden. Für uns Wohnmobilisten bleibt ein kleiner, grüner Platz vorne an der Schleuse. Immerhin.

Die Schleuse ist beliebt. Nicht nur bei den Schiffern, sondern auch bei denen die gerne zusehen wie das so funktioniert.

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Es ist eine einfache Sache das. In einer Schleusenkammer wird einfach Wasser abgelassen bis man das untere Niveau von Rhein erreicht hat, dann geht das Tor vorne auf und man fährt mit dem Kahn raus. Hinten, also Flussaufwärts bleibt das Tor natürlich geschlossen. Umgekehrt wird Wasser von oben in die Kammer eingelassen und hebt den Kahn an, bis er oben das Niveau erreicht hat und in Richtung Basel weiter schippert. Bei dieser Aktion bleibt das Tor hinten geschlossen.

Es ist die “Vierwaldstättersee” die leer und hoch liegend, sich von oben an die Schleuse ran pirscht.

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Ich bin schon mal ziemlich erstaunt wie genau die da rein zirkeln. Gelernt ist gelernt.

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Ich würde meinen der mit dem Funkgerät ist ein Schleusenlotse oder so. Möglich. Bin mir nicht sicher. Oder die verwenden alle die gleichen Funkgeräte auf diesen Schiffen.

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Kaum haben die das Schiff vertäut, schiebt sich die Verano auch noch rein. Der Matrose wirft bloss einmal das Tau und es passt. Berufsstolz eben.

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Sind beide Schiffe drin, wird hinten geschlossen.

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Dann geht die Fuhre abwärts. Es rauscht eine Weile lang Wasser runter.

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Und hinten ist das nächste Schiff am warten, während die vorne langsam runter gleiten.

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Sie weiss genau wann es Zeit ist abzufliegen, weil

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jetzt wird das untere Tor hochgezogen.

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Der erste Bug kommt raus und weiter gehts.

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Ein Blick nach oben kann nicht schaden. Er ist der, welcher mit dem ersten Wurf das Tau einhängt

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Immer weiter den Rhein runter geht es, bis zur nächsten Schleuse.

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Werden die Schatten länger, nimmt der Verkehr auf dem Fluss zu. Was meine persische Blume nicht davon abhält ihr Yoga zu praktizieren, während ich so tue, als hätte ich eine Ahnung vom Sonnenstand. Aber hier oben ist der beste Platz zum stehen. Viel Sonne, sauber und richtig gäbig.

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