schauen

wir uns an. In der schiitischen Lehre und Tradition ist die heilige Fatima als die Frau ohne Sünde und als die Unberührte bekannt. Ebenfalls Wunder werden ihr zugeschrieben.

Fatima war die Schwester des achten Iman, Ali bin Musa ar-Rida und die Tochter vom siebten Iman.  Auf ihrer Reise in den Osten vom Iran, um dort ihren Bruder zu besuchen, erkrankte sie schwer und verstarb im Ghom.

Die damals noch einfache Grabstätte wurde seit dem Bau in den Jahren 869 bis 870, immer wieder leicht erweitert. Aber erst im Laufe der letzten  Jahrhunderte entstand das gewaltiges Mausoleum das nun vor uns liegt und still in die dunkle Nacht leuchtet.

Der Safawiden Schah Abbas der erste hat im beginnenden 17. Jahrhundert aus dem einfachen Schrein ein Prachtsbauwerk herrichten lassen. Und im 19. Jahrhundert wurde das Bauwerk von Faht Ali Schah, aus der Dynastie der Katscharen, ergänzt. So nebenbei, Fath Ali Schah hatte 160 Frauen, die ihm 60 Söhne und 48 Töchter geboren haben. Sein Grab liegt vor dem Schrein. Er war ein grosser Verehrer der Unberührten.

Es wurde also angebaut, umgebaut, erweitert und heute umfasst das Gelände 25’000 Quadratmeter. Der Schrein hat insgesamt drei Kuppeln und sechs Minarette und auf dem Gelände entstand eine der größten schiitischen Ausbildungsstätten für Geistliche.

Innerhalb des Schreins sollen auch die drei Töchter des neunten Imams Muhammad at-Tagi begraben sein.

Die Kacheln hier stammen aus der Zeit der Safawiden.

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Und die heutige Zeit bringt natürlich ein Allerlei an elektischem Licht mit sich. So passt sich das Bauwerk der modernen Zeit an. Der Glaube aber, der bleibt stehen.

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Die Frauen, sofern sie keinen Tschador umgehängt haben, können sich am Eingang einen solchen ausleihen. Für Männer gelten ebenfalls Regeln, die des Anstandes natürlich. Bei so Gelegenheiten trag ich gern ein weisses Hemd. Schwarze Hemden hab ich nicht dabei. Kontrolliert wird am Eingang vorne. Anschliessend kann man sich frei bewegen, bis auf die Gebetsräume der Frauen natürlich. Da haben Männer rein gar nichts verloren.

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Unsere Fotokamera ist ja grad im „Service“ in Tehran, deshalb muss ein Handy herhalten, um wenigsten ein paar bewegte Bilder vom Vorplatz zu drehen.

Am späten Abend ist es ruhig hier. Die meisten Pilger sind schon in ihren Hotelbetten. Es ist jetzt sehr angenehm um sich die Pracht der Kacheln und Gebäude anzusehen. Man mag da lange stehen bleiben.

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Ebenfalls Gläubige erfreuen sich der nächtlichen Ruhe. Er hier kommt jeden Abend nach der Arbeit her. Das sei so sein Abschluss vom Tag. Der Tresor nimmt Gaben monetären Urspungs auf.

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Mariam begleitet mich und erklärt mir mit einer unglaublichen Geduld wie das den damals und heute so angedacht wurde.

Für Ausländer und/oder unkundige werden natürlich auch Führungen angeboten. Auf dem Schild steht, sowas wie: Tourismus, Kultureller und Internationaler Service von sieben bis sieben zu finden in der Emam Hadi Moschee. Die ist unweit von hier an der Iman Hossein Strasse gelegen.

Da hockt dann einer und erklärt alles.

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