Agia Marina Strand

tut uns wunder nehmen. Also verduften wir an einem frühen Morgen von der kleinen Insel Elafonisos und setzen über auf das Festland. Dort wollen wir rechts abbiegen und der Strasse folgen bis sie aufhört. Das wäre an diesem Agia Marina Strand. Die Gegend mit den versteinerten Baumstrümpfen. Soweit unser Plan. Link zu Maps.

Der kleine Caspar findet das auch gut. Zu lange am gleichen Ort rum stehen mag er offenbar auch nicht. Zudem fanden sich am Strand keine Mäuse.ein. Das geht gar nicht.

Fährt man eher der Küste entlang, findet sich auf dem Weg ein ganz kleines, putziges Fischerdorf. Ein paar Häuser, eine Handvoll Boote, eine weisse Kirche und das war’s dann. Auf den Feldern vor dem Dorf wachsen Zwiebeln, ein paar Flüchtlinge aus Pakistan ziehen die roten Zwiebeln grad aus dem Boden. Definitiv hat es mehr Boote als Einwohner hier.

Das Haus links ist irgendwie gut geraten, mit seinen Kaminen an den Aussenwänden. Am Haus rechts wird renoviert. Viele Erben leben anderswo. Ihr Heimatgefühl ist noch immer hier hängen geblieben, sie renovieren die Häuser und kommen in den Ferien runter oder vieleleicht auch mal als Rentner. Wer bloss ein paar Kröten übrig hat, der investiert sie in das Elternhaus.

Im Sommer ist sicher mehr los hier. Bloss viel los wird nicht mehr sein. Sechs Pensionäre und ein paar werktätige leben hier. Sagt mir zumindest einer der schon in Rente ist.

 

Also, das ist nun diese Wunderbucht mit den ollen Bäumen. Die Strecke dahin war schön zum fahren, Frühling heisst gelb und grün hier.

Wir waren nah dran, hier gleich ein Haus zu kaufen. So hat uns dieser versteinerte Wald beeindruckt.

Wir fotografieren die Reste für euch. So müsst ihr nicht selber hin fahren, wollt ihr das eher weniger.

 

Wir fahren zurück und wollen auf die andere Seite rüber von dieser Felszunge vom zweiten Finger vom Peloponnes. Schier jede Dorfdurchfahrt führt irgendwann mal bei der Hauptkirche vorbei. Ansonsten ist man doch recht froh drum hat es nicht viel Verkehr. Spiegle an den Ecken helfen ansonsten beim fahren gern weiter.

Und etwas weiter vorne, die Distanzen sind hier nicht gerade gross, bloss viele Kurven hat es immer liegen, biegen wir rechts ab und fahren mal über einen Hügel rüber nach dem kleinen Ort Velanidia. Wir halten zuerst auf der Krete flott links, ein Strasseschild verspricht was von einer heilige Kapelle, also fahren wir hin.

Genau richtig war das. Dem kleinen Racker passt das hier. Zuerst schnuppert er die Gegend ab, isst dann mal was, hoppt wieder aus der Wohnung raus und schaut sich den Platz genauer an. Meistens am nächsten Tag benimmt er sich schon wie der Dorfkönig. Andere Menschen sind ihm immer etwas suspekt. Offenbar mag er es eher ruhig. Wir wohl seine Erfahrungen haben.

In der restaurierten Kapelle finden wir ein paar erhaltene Wandmalereien. Die sind schön und ruhig ist es da unten auch. Viel grün um uns rum, Nebelschwaden ziehen über die Bäume, ein paar Tropfen Wasser fallen vom Himmel, alles bestens hier.